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Trennungsmanagement ?????
… haben Sie den Begriff kürzlich auch irgendwo gehört? Ist Ihr Unternehmen vielleicht gar in der Situation, dass „personelle Maßnahmen“ beschlossen werden müssen oder schon verabschiedet sind. Sind Sie vielleicht sogar selbst betroffen? Hat man Ihnen angeboten, dass Sie „Unterstützung erhalten“ werden? Sie wissen überhaupt nicht, was Sie davon halten sollen?
Nachvollziehbar, dass das alles verwirrend ist und als Betroffener ist man erst mal schockiert und enttäuscht. Soll alles umsonst gewesen sein? Man hat sich doch aufgeopfert und viele Jahre lang geschuftet. Das Unternehmen war das „eigentliche zu Hause“ und man war irgendwie immer mit den Gedanken im Dienst. Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass man in einer solchen Situation durch alle Stufen der sog. Veränderungskurve läuft - von Schock über Ablehnung, Zorn, Selbstzweifel, Teilnahmslosigkeit bis es zur Akzeptanz, zum Aufbruch, zur reflektiven Situationsanalyse und schließlich zu neuen Zielen und Taten kommt.
Was meint jetzt eigentlich „Trennungsmanagement“? In immer mehr Firmen geht die Aufhebung des Arbeitsverhältnisses mit dem Angebot einer sog. „Outplacementberatung“ einher. Das Unternehmen zahlt diese Dienstleistung für den scheidenden Arbeitnehmer. Dabei sind unterschiedliche Modelle und Zeiträume möglich. Oft sind es sechs Monate der Betreuung, manchmal mehr, manchmal weniger. In dieser Zeit arbeitet ein Berater intensiv mit dem Klienten an der Neupositionierung. Gute Berater starten mit ihren Kunden in der Veränderungskurve, wo sie eben gerade stehen. Manchmal muss noch etwas aufgearbeitet werden, bevor es in aktive, zukunftsorientierte Arbeit gehen kann.
In der Regel geht es zuerst einmal um eine Standortbestimmung. Was kann ich? Was will ich? Was waren meine bisherigen Erfolge? Daraus entsteht ein Szenario für die Zukunft. Professionelle Beratungsunternehmen können weitreichende Unterstützung in der Marktrecherche anbieten und dabei unterstützen, auch den verdeckten Arbeitsmarkt zu untersuchen. Man lernt Netzwerke zu nutzen, eine eigene Vermarktungsstrategie aufzubauen, die Bewerbungsunterlagen optimal auszurichten und sich selbst positiv zu präsentieren. Sind erste Bewerbungen am Markt, geht es darum, sich für Vorstellungsgespräche und Verhandlungen vorzubereiten. Der Berater ist Begleiter und Sparringspartner und lässt dem Kunden die Verantwortung für eine aktive Arbeit an der eigenen Zukunft. Ist man erst einmal „ins Arbeiten gekommen“, entwickeln sich viele Perspektiven, man sieht Möglichkeiten und Chancen und oftmals entstehen Wege, die man bisher so nicht bedacht hatte. Im optimalen Fall ist nach der Betreuungszeit eine Position gefunden. Manchmal ist das gemeinsam mit dem Kunden definierte Ziel, am Ende des Prozesses Klarheit darüber zu haben, wie die Zukunft aussehen soll und welche nächsten Schritte dazu erforderlich sind. Manchmal hat man die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten und Angeboten. So unterschiedlich wie Ausgangspositionen und Kunden, so unterschiedlich läuft die Beratung und so verschiedenen sind die Ergebnisse.
Wenn Sie also mal wieder „Trennungsmanagement“ irgendwo hören, dann könnte das Wort für Sie einen neuen Klang bekommen haben, oder?
Ihre Margot Hein

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